Die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser ist von existenzieller Bedeutung für städtisches Leben. Diese Versorgung muss durch die Politik vor Einzelinteressen geschützt werden. Die Piratenpartei setzt sich für freie Netze ein.
Energiepreise werden wesentlich durch die Netzgebühren bestimmt. Die verantwortliche Bundesnetzagentur hat mehrfach überhöhte Preise der Netze festgestellt und teilweise korrigiert. Netze in kommunaler Hand erlauben es, die Kosten offen zu legen. Die Piratenpartei Hamburg fordert diese maximale Transparenz.
Die Piratenpartei Hamburg unterstützt die Volksinitiative „Unser Hamburg - Unser Netz“. Wir fordern damit vom Senat eine sozial gerechte, Klima verträgliche und demokratisch kontrollierte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien.
Ein wirtschaftlich und technisch offen geführtes Netz steigert die Lebensqualität durch die beste Einbindung von sauberer und sicherer Energie. Bisherige Gewinne aus den Netzgebühren sollen künftig tatsächlich für den sinnvollen Ausbau genutzt werden.
Wir möchten die Richtung der Energieversorgung von den Nutzern bestimmen lassen.
Jeder Bürger kann bei den einzelnen Schritten mitwirken: "VOLKSINITIATIVE -VOLKSBEGEHREN - VOLKSENTSCHEID".
Die Energienetze müssen für die Zukunft ausgebaut werden. Ein Netz in Bürgerhand verbindet soziale Ziele mit ökologischer Innovation.
* Sicherheit ist wichtiger als Profit
* Nur ein schlaues Stromnetz (Smart Grid) nutzt Ökoenergie perfekt
* Ein Internet des Stroms koordiniert Angebot und Nachfrage
* Intelligente Netze brauchen strenge Datenschutzregeln
* Innovative Netztechnik schafft Arbeitsplätze und soll gefördert werden
* Bedarfsgerechte, regelbare Klein-Kraftwerke vor Großanlagen ins Netz
* Erneuerbare Energieeinspeisungen dauerhaft zuerst
* Erzeuger von schädlich oder verschwenderisch erzeugter Energie sollen mit für den schnellen Ausbau des Smart Grids bezahlen. Die Piratenpartei prüft dafür einen Wärmeverschwendungscent oder eine Effizenzabgabe.
Ihre Beteiligung an der Volksinitiative macht den Unterschied zwischen entweder teurer Bevormundung oder aktiver Gestaltung einer günstigen, sicheren und lebenswerten Umwelt.
Jörg Dürre
AG Umwelt & Energie (i.G.)
Andreas Gerhold
AG Stadtentwicklung
Hoppla
< Die Piratenpartei prüft dafür einen Wärmeverschwendungscent oder eine Effizenzabgabe >
Das ist ja wohl nicht eurer Ernst!!! Unglaublich reicht den nicht schon das teilweise völlig überzogenene EEG.
Kosten und Preise
Das EEG wird als Kunden-Preisbestandteil auf der Stromrechnung aufgeführt. Nicht aufgeführt wird der Preisdruck, der durch die zusätzliche Strommenge ausgeübt wird.
Vielleicht erklärt das Bild von einem Trinkwasserbrunnen auf einer geschlossenen Veranstaltung die Wirkung.
Jeder bezahlt mit dem Eintritt für die Installation des Brunnens und das Wasser - das erhöht die Kosten.
Es ist für die Wirte dieser Veranstaltung danach aber deutlich schwieriger für ein normales Mineralwasser einen hohen Preis zu erzielen. (im Extremfall gab es tatsächlich "Gratisstrom" = negative Preise, dies wird nur leider bisher von den Konzernen nicht an den Verbraucher weiter gegeben, das Beispiel hinkt zugegeben)
Der Unterschied vom Wärmeverschwendungscent ist die Erhebung auf Erzeugerseite.
Um beim Beispiel zu bleiben, zahlt der Wirt mit ökologisch korrekten Bechern eine geringere Standgebühr als der Veranstaltungsverschmutzer. Die Gebühr wird auf Erzeugerseite erhoben und kann von diesem vermieden werden, wenn er sich wie gewünscht verhält. Eine solche Gebühr kann nur sehr schwer auf den Verbraucher abgewälzt werden.
Grundsätzlich ist zwischen Kosten und Preisen zu unterscheiden. Atomstrom kostet z.B. die Konzerne ca. 1 Cent pro kWh. Das bedeutet leider nicht, das diese günstigen Kosten auch nur ansatzweise an den Verbraucher weiter gegeben werden. Die EEG Umlage darf nicht überhand nehmen, sollte aber im Zusammenhang der sonstigen Kostenbestandteile für den Verbraucher verglichen werden. So finden wir die wesentlichen Stellen, um etwas zu verändern. Die Netzgebühren sind in Deutschland beispielsweise viel höher als im Ausland, so dass die EEG Umlage aus dieser Differenz zu bezahlen wäre...