Offener Brief an Joachim Gauck

Sehr geehrter Herr Gauck,

mit Interesse habe ich Ihr Interview auf der Webseite des Hamburger Abendblatt (http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1546564/Gauck-fordert-Eingriffe-in-das-Internet.html) gelesen. Dabei ist auf meiner Seite der Eindruck entstanden, dass Sie die Ziele der Piratenpartei Deutschland bislang leider nur vom Hören-Sagen kennen.

Unter anderem heißt es in dem Artikel "Der Ruf etwa der Piratenpartei nach unbegrenzter Freiheit habe 'einen Hang zur Vermessenheit'". Eine solche Forderung wurde von den Piraten aber zu keinem Zeitpunkt geäußert. So haben wir von Anfang an die Aktion "Löschen statt Sperren" unterstützt, wie es nun, nach Außerkraftsetzung des sogenannten Zugangserschwerungsgesetz, auch die Bundesregierung plant.

Die Piraten betrachten das Internet ausdrücklich nicht als rechtsfreien Raum. Als Bürgerrechtspartei treten wir gerade im Internet für klare gesetzliche Regelungen ein, selbst wenn von Vertretern der etablierten Parteien oftmals fälschlich das Gegenteil behauptet wird.

Kritisch betrachten wir allerdings die Entwicklung, dass Rechte, die außerhalb des Internets bisher selbstverständliche Gültigkeit besaßen, im Internet immer weiter eingeschränkt werden sollen. Zahlreiche Maßnahmen beruhen auf politischem Aktionismus, der elementare Freiheitsrechte verletzt.

Wenn Sie Interesse an einer näheren Auseinandersetzung mit Netzthemen sowie den Themen und Zielen der Piratenpartei haben, stehen ich und die Piraten Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung. Uns ist an einer intensiven gesellschaftlichen Debatte zu unseren Kernthemen sehr gelegen.

Für die Wahl zum Bundespräsidenten wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

 

Mit freundlichen Grüßen

Robert Macholdt

stellv. Vorsitzender Piratenpartei Hamburg

Der Text unter

Google

Das Interview ist dort leider nicht direkt zu sehen.
Wie weiter unten schon erwähnt kann man es aber sehen, wenn man bei Google danach sucht ("Interview - Joachim Gauck: Freiheit braucht Grenzen" - Zweiter Link).

Grüße

Vollkommen Fehladressiert,

Vollkommen Fehladressiert, dieser Brief.
Schicken Sie ihn an das Abendblatt.
Und veröffentlichen sie den Link zum kompletten Gespräch bitte auch.

Und ein Brief an das

Und ein Brief an das Abendblatt bewirkt genau was?

Weil:

Im kompletten Interview ist zu lesen, dass nur in der Frage die Herrn Gauck gestellt wird, die Rede von der Piratenpartei ist. Und auch die Einschätzung der Position der Piratenpartei findet sich in der Frage.
Herrn Gauck geht darauf nicht weiter ein und beantwortet die Frage eher allgemein.

Komplettes Interview

Es ist schade, dass man das komplette Interview nur kostenfrei zu lesen bekommt, wenn man es über Google News aufruft, z.B. über die Suchbegriffe "Abendblatt Gauck".

Das volle Interview finde ich lesenswerter als den oben verlinkten Artikel, welcher meiner Meinung nach Gaucks Position nicht so wiedergibt wie er es gemeint hat.

Das Gesetz ist in Kraft!

Es ist am 23. Februar in Kraft getreten, das BMdI hat das BKA lediglich per Erlass angewiesen, dennoch keine Listen zu erstellen.

Wie peinlich soll es noch werden?

Ja unbedingt

Warum bekommt der Leser hier wieder zwei Versionen vorgesetzt ? Wenn man nur den Kurztext hat, liest sich das ganz anders, als das komplette Interview. Ist das Absicht ?

sorry

der Kommentar war eigentlich für eins höher gedacht

äh, WTF? Welches

äh, WTF? Welches BVerfG-Urteil?

Fehlerteufel...

Da hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen :)

Wir bitten um Verzeihung!