Rundreise
Am Samstag war (natürlich) wieder Piratenarbeit angesagt, ein Stand war in Altona, aber da gab es dann noch eine andere Aufgabe oder besser gesagt, andere Aufgaben. Der Morgen fing früh an, sehr früh für einen Samstag morgen. (7:30 ging der Wecker) Der erste Schritt bestand darin, von einem der Piraten Standmaterial abzuholen. Als das erledigt war, ging es weiter. Aber nicht zu einem Stand in Altona, Wandsbek oder am Hauptbahnhof. Nein, die heutige Mission führte zu einem Ort, wo noch nie ein Pirat jemals gesehen wurde - nach Elmshorn!
Elmshorn ist übrigens laut Wikipedia die sechstgrößte Stadt Schleswig-Holsteins mit übersichtlichen 48.052 Einwohnern (ebenfalls laut Wikipedia). Wir (d.h. ein SH-Pirat und meine Wenigkeit) postierten uns auf einem schönem Platz direkt gegenüber der Kirche und einer Wurstbude. Sofort begannen wir damit, die Bevölkerung anzusprechen - die in freundlich-nordischer Manier an uns vorbeirauschte, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Als nach einer halben Stunde (gefühlt war das mehr) der erste Passant einen angebotenen Flyer mitnahm, war das schon ein kleiner Erfolg. Als dann tatsächlich irgendwann der erste Passant auch unterschrieb, konnte dies als Etappensieg bezeichnet werden.
Als sich gegen 15 Uhr der Ansturm auf unseren Stand lichtete, beschlossen wir den Stand abzubauen und mit den fast 10 Unterschriften unseres Weges zu gehen. Es ist übrigens geplant, nächste Woche noch einmal Elmshorn zu versuchen, um dann die anderen Städte im Speckgürtel Hamburgs anzutesten.
Für mich war der Tag noch nicht vorbei, es ging weiter nach Altona. Dort hatten die anderen Piraten in erheblich freundlicheren Gewässern eine merklich höhere Anzahl an Unterschriften erlangen können. Ich deponierte dort Teile des Materials des Elmshorner Standes (übrigens: ein Tapeziertisch passt nur schwer in einen smart) und holte weiteres Material ab, denn es ging ohne Stop weiter, ich hatte einen Termin in Schwerin.
Dort angekommen, ging es zum ersten Schweriner Stammtisch der Piraten aus Mecklenburg-Vorpommern. Es waren 8 bis 9 Piraten, bzw. Interessenten anwesend und es wirkte in seiner chaotisch-konstruktiven Art sehr motivierend. Es haben sich dort einige Piraten gefunden, die mit guten Ideen und frischem Elan ans Werk gehen. Im Moment werden sie ja noch von uns Hamburgern verwaltet - deswegen auch mein Besuch und die Übergabe eines "Care-Pakets" mit Flyern, Aufklebern, Kugelschreibern und sonstigem Material - aber sie machen große Schritte in Richtung der Gründung eines Landesverbands. Eine der dort anwesenden Piraten wurde "verpflichtet" einen kleinen Bericht für unsere Webseite zu erstellen, ich bin gespannt.
Um 1:30 war dann der "Piratentag" zu Ende und ich freute mich aufs Bett ...

